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19.07.2013 Tanz der Kulturen -Trostberg

zu dem der Gauverband I der obb. Trachtenvereine, der Trachtenverein D'Alzviertler Trostberg und die Trachtenjugend im Landkreis Traunstein ins Festzelt nach Trostberg eingeladen hatten. Unter dem Motto "Tanz der Kulturen - die Welt in Bayern dahoam" boten Jugendtanzgruppen aus verschiedenen Ländern und aus Bayern Tänze, Gesang und Musik aus ihrer angestammten Heimat und nahmen die zahlreichen Besucher mit auf eine internationale Reise zu den Kulturen mehrerer Kontinente. Bereits zum Auftakt begrüßten die Mitwirkenden die Gäste in verschiedenen Sprachen und ein gemeinsamer Auftanz unterstrich das Miteinander aller Beteiligten. Hildegard Kallmaier, Volkstanzwartin im Gauverband I, dem mit über 100 angegliederten Trachtenvereinen größten regionalen Trachtenverband Bayerns, führte durch das Programm und stellte die auftretenden Gruppen vor. Dabei erfuhren die Anwesenden Interessantes zum Herkunftsland der Teilnehmer, ihrer Kleidung bzw. ihren Trachten sowie zur Bedeutung der Tänze, Lieder und Musikstücke.

Der Trachtenverein D'Alzviertler Trostberg, Ausrichter des diesjährigen Gaufestes und mit über 8000 Teilnehmern größten Trachtenfestes in Bayern, machte mit seiner Kinder- und Jugendgruppe den Anfang und zeigte bayrische Volkstänze und Plattler, wobei schon die Kleinsten mit drei Jahren eifrig mitmachten und viel Beifall erhielten. Den Reigen der internationalen Tänze begannen russische Kinder und Jugendliche, die eine finnische Polka und einen russischen Matrosentanz gekonnt und schwungvoll darboten, gefolgt von kroatischen Jugendlichen, die slawonische Tänze und damit einen Hauch 'Balkan' ins Trostberger Festzelt 'zauberten'. Anschließend wurde es wieder 'boarisch' mit dem Trachtenverein 'Stoabergler' Palling, der mit der Trachtenjugend und den Aktiven das 'Mühlradl', einen ehemaligen Zunfttanz aufführte, ehe zahlreiche anwesende Plattler gemeinsam den 'Gauschlag' plattelten und damit die Bühne zum Beben brachten. Besondere Akzente setzte auch die Jugendtanzgruppe der Siebenbürger Sachsen aus Traunreut, die mit drei überlieferten Tänzen das Programm bereicherte und auch optisch mit ihren nordsiebenbürgischen Trachten einen Blickfang darstellte. Traunreut, 1945 als eine der fünf bayerischen Vertriebenen-Städte gegründet, ist übrigens auch die Heimat der russischen und kroatischen Teilnehmer und bildete bei den diesjährigen Kulturtagen einen der Haupt-Veranstaltungsorte. Das afrikanische Element beim 'Tanz der Kulturen' vertrat die Gruppe 'Pap Kane', deren Mitglieder ursprünglich aus Westafrika stammten, mittlerweile aber in Bayern leben und durch Kontakte in Traunstein eng mit dem Landkreis verbunden sind. Mit typischen afrikanischen Musikinstrumenten spielten, sangen und tanzten sie traditionelle afrikanische Musik, Lieder und Tänze, was vom Publikum mit tosendem Applaus aufgenommen wurde. Den Abschluß der Auftritte bildeten schließlich die Aktiven der 'Alzviertler' aus Trostberg, die den Dreisteyrer, die Olympia-Polka und als besonderen Höhepunkt den Sterntanz zeigten. Zwischen den  verschiedenen Gruppen spielte die Schladl Musi, sechs junge Musikanten aus den Landkreisen Altötting und Traunstein, zu boarischen Tanzrunden auf und überzeugte auch bei den trachtlerischen Darbietungen mit ihrem schneidigen und fleißigem Spiel.   

Kultur und Tradition fungierten beim 'Tanz der Kulturen' als Bindeglied für das Miteinander von Nationen, deren Familien in Bayern eine zweite Heimat gefunden haben und der einheimischen Bevölkerung. Es herrschte eine heiter - beschwingte Atmosphäre vor und der Funke der Begeisterung sprang von Anfang über auf Mitwirkende und Gäste. Und wenn dann 'boarische Burschen' mit Mädchen aus Kroatien oder Siebenbürgen tanzten, afrikanische Musiker mit 'boarische Ziacherer' über Instrumente fachsimpelten, russische Jugendliche Bildbände über die Trachtenjugend 'studierten' oder Tanzpaare aus Siebenbürgen sich mit 'boarischen Dirndln und Buam' über Trachten und Frisuren austauschten, dann war das Motto der Veranstaltung "Die Welt in Bayern dahoam" bestens umgesetzt. Karl Schleid, Bürgermeister der Stadt Trostberg und Schirmherr des Gaufestes, überreichte den Leitern der mitwirkenden Gruppen kleine Präsente und zeigte sich ebenso wie die Vertreterin des Bezirks Oberbayern, Frau Michaela Damm, und die Veranstalter begeistert von der bunten Vielfalt an Trachten, Tänzen und traditioneller Musik und Gesang. Fazit: Ein mehr als gelungener Abend, der eine Fortsetzung finden sollte!