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Kronenfest 2013


Am Freitagnachmittag war es soweit. Der Garten des Heimathauses füllte sich mit Leben. Zahlreiche Helfer waren dabei die Krone zu binden und das Loch für den Kronenbaum zu graben. Auch bei diesen Vorbereitungen haben wieder drei Generationen Hand in Hand zusammen gearbeitet. Da waren Mitglieder der Jugendtanzgruppe, der Erwachsenentanz-gruppe, des Vorstandes und nicht zuletzt unsere zwei Senioren Stefan Lösch und Martin Albrich. Die beiden über 80 Jährigen haben ihre jahrelange Erfahrung im Krone binden an die jüngere Generation weitergegeben. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! Nachdem die Krone gebunden war, ging es mit vereinten Kräften ans Aufstellen des Kronenbaumes. Während der Vorbereitungen wurde immer wieder die Frage gestellt: Wie wird das Wetter morgen? Da der Wetterbericht für Samstag Regen gemeldet hatte, wurde vorsichtshalber der Saal des Heimathauses hergerichtet und geschmückt. Abschließend gab es für die zahlreichen Helfer Schmalzbrote und frisch gezapftes Bier vom Fass.
Wurde die vergangenen Jahre der Gottesdienst im Heimathaus abgehalten, so ging es heuer in die Evangelische Pauluskirche. Ein besonders bewegender und feierlicher Anblick waren die vielen Trachtenträger und der Einzug der Fahne in die Kirche, angeführt von Pfarrerin Betina Heckner und unter den Klängen der Landshuter Blaskapelle. Um dem Gottesdienst noch einen besonders feierlichen Rahmen zu geben, sang der Chor unter der Leitung von Jürgen Filff  die zwei Lieder: „Himmel, Erde, Luft und Meer“ und „Irischer Segenswunsch“. Ganz passend zu unserem Fest ging auch Pfarrerin Heckner in ihrer Predigt auf die Apostel Petrus und Paulus ein.
Nach dem Gottesdienst  ging es dann geschlossen zum Heimathaus. Begleitet von zünftiger Marschmusik zog der Umzug viele neugierige Blicke der Traunreuter Bürger auf sich. Im Heimathaus angekommen und bei wechselhaftem Wetter wurden die Trachtenträger zu einem Tanz unter der Krone aufgefordert, ehe es dann in den festlich geschmückten Saal ging. Dort warteten schon unsere Grillmeister Andres Lauer und Dieter Graef mit ihren fleißigen Helfern mit einem leckeren, typisch sächsischen Mittagessen auf die Gäste: Mici, Grillfleisch, Kartoffelsalat, Brot und saure Gurken. Unsere gut organisierten und fleißigen Helferinnen und Helfer hatten alle Hände voll zu tun um den Ansturm auf die Essens- und Getränkeausgabe zu bewältigen.
Gut gestärkt ging es dann zum Hauptteil des Festes über, dem Kulturprogramm. Da es mittlerweile schon zu regnen begonnen hatte, war der Saal des Heimathauses für den  Aufmarsch der vielen Trachtenträger wieder mal zu klein. Auch heuer konnte der Vorsitzende unserer Kreisgruppe, Herr Norbert Klein, zahlreiche Ehrengäste begrüßen: den Bürgermeister der Stadt Traunreut, Herr Franz Parzinger mit Gattin, Frau Steffi  Gampert, Kultur-Referentin der Stadt Traunreut, Frau Pfarrerin Betina Heckner,  lt. Hr. Klein „der gute Geist der Siebenbürger Sachsen“ und aktives Mitglied der Erwachsenen-Tanzgruppe, sowie den Vorsitzenden der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Herr Peter Mallinger mit Gattin. In seiner Ansprache betonte Herr Klein, wie wichtig es ist, die Sitten, Bräuche und Traditionen die wir geerbt und aus der alten Heimat mitgebracht haben, hier in der neuen Heimat weiterzupflegen. Dazu rief er unsere Landsleute auf, sich weiterhin in unserer Kreisgruppe zu engagieren und sich für den Erhalt unserer Kultur einzusetzen.
Anschließend an die Ansprache erfreute die Singgruppe, unter der Leitung von Norbert Klein, die Gäste mit zwei alten siebenbürgischen Volksliedern: „Willst du Gottes Werke schauen“ und „ Mer wallen bleiwen wot mer sen“.
Den Höhepunkt des Kulturprogramms bildete schließlich der Auftritt der Jugendtanzgruppe Traunreut, geleitet von Martin Edel, abwechselnd mit der Landshuter Jugendtanzgruppe. Zum Schluss zeigte auch noch die Erwachsenen-Tanzgruppe Traunreut unter der Leitung von Richard Schneider ihr Können. Da die Stimmung im Saal auf ihrem Höhepunkt war, durfte eine Zugabe nicht fehlen, so wurde gemeinsam der „ Klosterser Schottisch“ getanzt.
Viel Phantasie brauchte das Publikum beim nächsten Punkt unseres Kulturprogramms:  das erklimmen der Krone durch Patrick Lorenz, das buchstäblich ins Wasser gefallen ist. Trotzdem hat er seine traditionelle Rede über die Herkunft und den Sinn des Kronenfestes mit Bravur gemeistert.
Zum Abschluss des Kulturprogramms wurde noch die Deutschland-, die Bayern- sowie die Siebenbürgenhymne, begleitet durch die Blaskapelle Landshut, gesungen.
Viele unserer Landsleute sind dem Aufruf für eine Kuchenspende gefolgt. So war dann auch das Kuchenangebot zum Kaffee reichlich vorhanden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle fleißigen Kuchenspender. Bei den Klängen der Blasmusik wurde weiter in geselliger Runde erzählt, gelacht und getanzt. Nun kam die Zeit, wo sich die Freunde aus Landshut verabschieden mussten. Und so wurde auf Wunsch von Norbert Klein zum Abschluss noch zusammen „Wahre Freundschaft“ gesungen. Man sah es unseren Gästen an, der Abschied fiel ihnen schwer. Liebe Landshuter, es waren schöne Stunden die ihr uns in Traunreut beschert habt, und die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden. Ihr wart zu Gast bei Freunden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.
Das Ende des Kronenfestes war noch lange nicht in Sicht, denn nun sorgte unser Jürgen Filff mit fetziger Musik für ausgelassene Stimmung. Alle Jungen und Junggebliebenen wurden aufgefordert, das Tanzbein zu schwingen.
Zu später Stunde wurde von unseren Helferinnen noch ein leckeres Abendbrot zubereitet: Würstel und Schmalzbrote, was von den übriggebliebenen Gästen auch gerne angenommen wurde. Doch was ist so ein Fest ohne die zahlreichen Helferinnen und Helfer ohne die ein solches Fest nicht zustande kommen kann. Alle beim Namen zu nennen, würde hier den Rahmen sprengen. Im Namen des Vorstandes an dieser Stelle auch an Euch ein herzliches Dankeschön.
Egon Buortmes

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