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Tagesfahrt 2014

Bei regnerischem Wetter starteten wir in der Früh von Traunreut über Salzburg-Golling-Abtenau nach Gosau. Schon auf der Hinfahrt konnten wir die wunderschöne Aussicht auf die einmalige Bergwelt mit ihren schmucken Dörfern, den saftigen, grünen Wiesen und den majestätischen Bergen genießen. Angekommen am Gosausee wurde uns ein herrlicher Blick auf das Dachsteinmassiv und das Gosautal geboten. Das unbeständige Wetter hielt trotzdem einige von uns nicht auf, einen Spaziergang rund um den See mit seinem kristallklaren, kalten Wasser zu machen. Der inzwischen eingesetzte Regen verhinderte aber die Auffahrt mit der Gosaukammbahn zur 1550 m ü.d.M. gelegene Gablonzer Hütte.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging unsere Reise weiter am Hallstätter See entlang nach Hallstatt. Dort besichtigten wir die im Jahre 1505 fertiggestellte spätgotische katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt mit ihrem berühmten Hallstätter Marienaltar. Für hartgesottene unter uns bestand die Möglichkeit das weltberühmte „Beinhaus“ zu besichtigen. In dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Beinhaus sind 610 Totenschädel auf den Knochen der verstorbenen übereinander gestapelt. Auf der Stirn eines jeden Schädels stehen Geburts-und Sterbedatum, sowie der Name der Person. Bis zu unserer Weiterfahrt nach Bad Goisern konnten wir nun bei herrlichem Sonnenschein auch die einmalige Altstadt, die übrigens zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, besichtigen.

In Bad Goisern stand die Besichtigung des Heimat-und Landlermuseums auf dem Programm. Der Name „Landler“ leitet sich von „Landl“ ab, einem Gebiet in Oberösterreich. Die Landler sind Nachkommen österreichischer Lutheraner, die im 18. Jahrhundert unter Kaiser Karl VI und seiner Tochter Maria Theresia aufgrund ihres Glaubens im Rahmen der Transmigration nach Siebenbürgen deportiert wurden. Diese Landler stammten aus Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark. Sie ließen sich in über 20 Ortschaften Südsiebenbürgens nieder. Ihre Mundart und Tracht blieb aber nur in drei Ortschaften um Hermannstadt erhalten: in Neppendorf (seit 1951 Hermannstadt eingemeindet), Großau und Großpold. Im Jahre 1989 waren noch ca. 3500 Landler in Siebenbürgen, danach nur noch wenige Hundert. Das Museum ist liebevoll eingerichtet, man kann zahlreiche Haushaltsutensilien, Trachten, Wandschmuck, Bilder und Einrichtungsgegenstände aus den drei Landlergemeinden bewundern. Beim Anblick dieser Exponate fühlten sich vor allem die mitgereisten Landler in das Siebenbürgen vergangener Zeiten zurück versetzt.

Unsere Reise neigte sich dem Ende zu und die Fahrt ging über Bad Ischl-Wolfgangsee-Fuschlsee-Salzburg zurück nach Traunreut. Es war eine wunderschöne, lehrreiche Reise, nicht zuletzt dank unserem kompetenten, erfahrenen Reiseleiter, Herrn Oswald Zerwes, und unserem Busfahrer Wasti von dem Busunternehmen Mitterbichler aus Traunreut. Im Namen des Vorstandes ein herzliches Dankeschön an euch beide! Dankeschön auch an die Teilnehmer dieser Reise, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.