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Hüttenwochenende 2013 - lasst es uns zur Tradition werden


Der Grundgedanke dieses Hüttenwochenendes war die Gemeinschaft und den Zusammenhalt unserer Kulturgruppen zu erhalten und weiter zu fördern bzw. zu stärken. Zu diesem Anlass konnten wir die Räumlichkeiten in den Häusern der Mitterbergalmen der Familie Gschwandtner, in Mühlbach am Hochkönig, nutzen. Der Einladung erfolgten erfreulicherweise 45 jugendliche und erwachsene Mitglieder unserer Tanzgruppen und des Chors. Da wir uns selbst versorgten, diente der Aufenthalt nicht nur dem Zusammenhalt sondern war auch ein faires Preis-Leistungsverhältnis für jeden Teilnehmer, vor allem auch, weil sich die Kreisgruppe mit einem ansehnlichen Betrag an den Kosten beteiligte. An dieser Stelle ein herzliches vergelt‘s Gott an den Vorstand.
Die Anreise erfolgte im Laufe des Freitag Nachmittags, bei einigen sogar erst am Abend im dichten Nebel. Gleich nach der Ankunft hisste unser Vorstandsmitglied, Egon Buortmes, die Siebenbürger Fahne, bevor die Zimmer bezogen und das Abendessen gemeinsam vorbereitet wurde. Die Einrichtungen der Aufenthaltsräume mit den alten Holzöfen erweckte in manchem Erwachsenen Erinnerungen an sein Elternhaus in Siebenbürgen, spätestens jedoch nachdem der Einheizversuch durch starke Rauchentwicklung scheiterte. Nach dem kräftigen Abendessen ging es dann zum unterhaltsamen Teil des Abends über. Eine Gruppe die zusammen viel auf die Beine stellen will, sollte auch ab und zu gemeinsam Feiern. Unsere Musikanten Jürgen und Fritz Filff, Werner Schenker, Michi Graef und Markus Heckner hatten ihre Musikinstrumente mit eingepackt und heizten uns gewaltig ein. Auch manche Küchenutensilien wurden dabei spontan in Musikinstrumente umgewandelt. Es wurde musiziert, gesungen und getanzt bis spät in die Nacht hinein.
Da sehr lange beisammen gesessen wurde, kam die Nacht zwar für einige zu kurz, aber das tat der Stimmung am zweiten Tag keinen Abbruch. Nach kurzem aber erholsamem Schlaf wurde von den Frühaufstehern das Frühstück hergerichtet. Frische Semmeln wurden extra vom Bäcker aus Mühlbach abgeholt und zwischenzeitlich aus ca. 60 Eiern, jede Menge Speck und Zwiebeln eine riesen Portion Rührei vorbereitet. Das deftige Frühstück sollte für eine Wanderung zum Gipfelkreuz des 1782 m hoch gelegenen Hochkeils dienen, damit Groß und Klein die geplante Wegstrecke durchhalten konnten. Gut gestärkt ließen wir die Nebelschwaden im Tal zurück. Bereits nach einem kurzen Anstieg tat sich ein herrlicher Anblick auf die majestätischen Felsformationen des Hochkönigs auf. Diese herrliche Kulisse umrahmte unsere weitere Wanderung bis zum Gipfel, wo natürlich der obligatorische Pali nicht fehlen durfte und uns für die Strapazen des „Aufstieges“ entschädigte.
Am späten Nachmittag, zurückgekehrt zur Hütte, gab es erst einmal einen herrlichen Kaffee mit hausgemachten Kuchen, die unsere fleißigen Frauen einen Tag zuvor gebacken hatten. Doch dann… die geplanten Tanz- und Chorproben am Nachmittag mussten leider wegen eines Almabtriebes ausfallen. Ein „Kaiwi“ (Kalb) stellte sich stur und ließ sich nicht einfangen. Die verzweifelten Almbauern baten uns um unsere Mithilfe. Hochmotiviert wurde sofort zugesagt und ein Team von ca. 10 Leuten versuchten Kaiwi, das sich auf der anliegenden Skipiste rumtrieb, einzufangen. Nach einer fast 2-stündiger erfolglosen Treibjagd (5mal Skipiste rauf und runter…)  mussten wir schließlich Kaiwi Margot seinem Schicksal überlassen und freuten uns auf das von unseren Grillmeistern Andres und Moni hergerichtete Abendessen. Auch während des Grillens ließen unsere Musikanten es sich nicht nehmen uns mit ihrem musikalischen Können zu verwöhnen. Am Lagerfeuer danach ging es dann bis spät in die Nacht weiter mit zünftigen Heimatliedern begleitet von unseren Akkordeonspielern Jürgen und Werner.
Leicht übermüdet begann für alle der Sonntagmorgen mit einem gemütlichen Frühstück. Anschließend musste nun alles wieder zusammengepackt und die Hütte gereinigt werden. Ein Teil der Gruppe machte sich auf die Heimreise, der andere unternahm noch eine Wanderung in das verträumte Riedingtal mit seinen Wasserfällen.
„Lasst es uns zur Tradition werden“ - war die erfreuliche Forderung unserer Jugend. Diese Forderung haben sich unsere Organisatoren zu Herzen genommen und die Häuser bereits jetzt schon für das Wochenende vom 03.-05. Oktober 2014 reserviert.
Alles in allem können wir auf ein wunderschönes, erlebnisreiches und unvergessliches  Wochenende zurückblicken. Der beispielhafte Zusammenhalt, die Zusammenarbeit und Disziplin in der Gruppe hat uns alle beeindruckt. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle Teilnehmer.
Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren Richard und Andres und nicht zu vergessen dem Hütten-Eigentümer Peter Gschwandtner für seine faire Preisgestaltung.
Hoffentlich finden nächstes Jahr wieder viele Mitglieder die Zeit, an diesem Event für Jung und Junggebliebene teilzunehmen.